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Jugendwehren probten in Barkow

Drei abwechslungsreiche Tage verlebten 29 Mädchen und Jungen von den Jugendfeuerwehren aus Goldberg und Lübz im Lindenhof bei Barkow. „Eine etwas lockere Ausbildung im Rahmen eines Jugendlagers ist das Ziel dieses verlängerten Wochenendes“, so Dirk Rehberg, der die Gesamtorganisation in den Händen hielt. Bereits zum zweiten Mal wird dieses Lager veranstaltet, zu dem auch die Jugendfreunde aus Plau eingeladen wurden. Letztere haben aber leider abgesagt.

Das Programm bot viel, so am Freitagabend eine zünftige Nachtwanderung, am Sonnabend Fahrzeug- und Gerätekunde sowie die Theorie aus der Feuerwehrdienstvorschrift. Als Partner war Eric Strübing vom DRK in Plau gewonnen worden, der einen Rettungstransportwagen im Detail vorstellte. Der Höhepunkt aber war eine große Einsatzübung.

Diese war am Sonnabendnachmittag angesetzt und die Jugendlichen natürlich nicht informiert. Kurz nach halb Vier ertönte die Sirene und rief zum Einsatz. „Das Bettenhaus A brennt im Untergeschoss, in der oberen Etage werden zwei Personen vermisst“, lautete das Szenario. Umgehend setzten die künftigen Nachwuchskräfte ihr Erlerntes um. Es geht nicht schnell, es sitzen nicht alle Handgriffe. „Aber das ist auch nicht schlimm, es geht darum, zu erkennen, was gemacht werden soll und das zuvor Erlernte umzusetzen“, erklärt Rehberg.

So wurden zwei Hydranten angezapft und eine Wasserstrecke zum offenen Gewässer gelegt. Der Giebel des Gebäudes wurde von außen mit Wasser gekühlt und im Inneren suchten die Trupps unter Atemschutz nach den Vermissten. Dass natürlich kein Wasser verwendet und keine echte Atemschutzausrüstung verwendet werden, ist selbstverständlich. Da gab es Attrappen, bzw. wurde der Löschangriff trocken gefahren.

Während der Übung fielen der Einsatzleitung immer wieder neue Varianten des Einsatzes ein. Da es sich um Kinder handelte, die angeblich vermisst wurden, gab es auch "Eltern", die sich Zugang verschaffen wollten und durch die Nachwuchskameraden beruhigt werden mussten. Zusätzlich „verletzten“ sich einige Akteure, die nun durch andere Kameraden ersetzt werden mussten. Sicherlich keine leichte Aufgabe für die jungen Leute, aber sie absolvierten die gestellten Aufgaben mit Bravour und so schmeckten allen das Eis und der Kuchen nach der Übung besonders.

Abgeschlossen wurde der Tag mit einem zünftigen Grillabend am Lagerfeuer, zu dem auch die Wehrführer der beteiligten Wehren sowie Vertreter der teilnehmenden Städte teilnahmen. Dabei wurde der Mandy-Michelle Rehberg eine besondere Überraschung zuteil: Sie erhielt das Strahlrohr, das ist die Ehrennadel der Mecklenburgisch-Vorpommerschen Jugendfeuerwehr, die nur an aktive Jugendliche verliehen wird. Mandy-Michelle ist in der Lübzer Jugendfeuerwehr Gruppenführerin.

 

 

   

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Copyright © M. - G. Bölsche, 19374 Mestlin  / letzte Aktualisierung: 30.04.2012