Lagerhalle in Goldberg steht in Flammen

Es ist wenige Minuten nach 22 Uhr, in der
Mildenitzstadt Goldberg heulen am Montagabend (05.12.2011) die Sirenen
und rufen die Kameraden zum Einsatz. In der Crivitzer Chaussee brennt
ein Gebäude, heißt es. Schon bei der Anfahrt wird klar, dass dies ein
größerer Einsatz wird. „Eine Lagerhalle mit integrierten Umkleide- und
Aufenthaltsräumen stand lichterloh in Flammen. Wir mussten umgehend
weitere Kräfte anfordern“, so Einsatzleiter Ulf Maaß später. Die Flammen
schlagen meterhoch aus dem Dach der Halle und die Funken sowie starker
Rauch wehten über die Crivitzer Chaussee, die hier die Landesstraße 15
darstellt. Aus diesem Grunde und da auch die vielen Fahrzeuge der
Feuerwehr hier ihren Stellplatz hatten, wird die Straße für die gesamte
Einsatzzeit gesperrt. Ein an der Straße stehender Unterstand wurde von
dem Funkenflug erfasst und brannte ebenfalls in voller Ausdehnung. Von
der WINGAS GmbH & Co. KG in Kassel, deren Subunternehmen für die
Mitarbeiter des Erdgastrassenbaus das Areal angemietet hatte, erfuhren
wir auf Nachfrage, dass hier Kokosmatten gelagert werden. „Diese werden
für die Rekultivierung der Flächen nach dem Erdgastrassenbau benötigt“,
heißt es weiter.
Die starke Rauchentwicklung erschwert den Einsatz besonders. „Wir haben
deshalb weitere Wehren, so auch aus Mestlin angefordert, da wir vor
allem Atemschutzträger benötigen“, meint Maaß. Die für derartige
Einsätze ausgebildeten Kameraden können nur etwa 20 bis 30 Minuten unter
Atemschutz agieren. So lange reicht etwa die 300bar Atemluft in den
Flaschen. Dann müssen die Kräfte ausgetauscht werden. Auch die
Drehleiter aus Plau wurde alarmiert, um die Brandbekämpfung aus luftiger
Höhe aufnehmen zu können. Insgesamt sind Kameraden aus Goldberg,
Wendisch Waren, Diestelow, Dobbertin, Mestlin, Techentin und Plau im
Einsatz. Sie können zwar einen Großteil der Lagerhalle- dort wo die
Aufenthalts- und Umkleideräume sind – nicht mehr retten, aber das
weitere Übergreifen auf die hintere Hälfte, in der eine Werkstatt und
diverse Autos untergebracht sind, wird verhindert.
Das benötigte Löschwasser holen die Kameraden aus drei
Unterflurhydranten. Doch das reicht nicht, um vor allem die Kokosmatten
zu löschen. „Hier werden wir jetzt Schaum einsetzen, sonst brennt das
noch bis zum frühen Morgen“, sagt Maaß. Kurz vor halb eins in der Nacht
kann der Leitstelle in Schwerin gemeldet werden, dass das Feuer im
Wesentlichen aus ist, „Jetzt folgen die Restlöscharbeiten“, heißt es.
Auch die Polizei ist am Einsatzort eingetroffen und nimmt erste
Ermittlungen auf. Am gestrigen Morgen heißt es dann aus der
Polizeiinspektion Ludwigslust, dass „eventuell ein Infrarotstrahler den
Brand verursacht haben könnte. Einen technischen Fehler können wir zum
jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen, die Ermittlungen laufen aber
noch“, sagt Katja Herbert in der Pressestelle. Die Schadenshöhe wird mit
rund 50 000 Euro angegeben.
Für die Einsatzkräfte war nach rund acht Stunden noch nicht richtig
Feierabend, denn gegen 9 Uhr flammte erneut das Feuer auf und musste
gelöscht werden.