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FFw-Goldberg - aktuell

"Tag der Sicherheit"
an der Walter-Husemann-Schule in Goldberg am 27.08.2010

Stichflammen nach Fettbrand

Was passiert eigentlich, wenn man brennendes Fett in der Pfanne mit Wasser löscht?  „Es gibt eine Riesenstichflamme und die setzt oft die ganze Küche in Brand“, so der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Goldberg, Ulf Maaß. Wie das konkret aussieht, das demonstrierten eindrucksvoll die Kameraden am „Tag der Sicherheit“ an der Goldberger Walter-Husemann-Schule. Die Lösung lautet bei so einem möglichen Feuer: Deckel auf die Pfanne, eine Decke auf den Herd oder ähnliches, um die Sauerstoffzufuhr zu verhindern und die Flammen auf diese Weise ersticken.

Über dieses Thema und anderes mehr aus der täglichen Praxis verschiedener Rettungs- und Sicherheitsdienste wurde am „Tag der Sicherheit“ an der Walter-Husemann-Schule in Goldberg informiert. „Wir haben Polizei, Feuerwehr, DRK, THW sowie die Psychologin des Schweriner Schulamtes eingeladen. An verschiedenen Stationen konnten die 199 Schüler sich selbst und ihre Kenntnisse testen oder zusehen, wie die Profis bei der Rettung und Bergung vorgehen“, so die Schulleiterin Gisela Hög. Aber auch wenn dieser Tag erstmals in dieser Größenordnung durchgeführt wurde, so steht das Thema Sicherheit nicht ganz ohne Grund auf der ständigen Tagesordnung. Schließlich gab es am 13. August 2004 bei den Sanierungsmaßnahmen den schrecklichen Schuleinsturz, bei denen fünf Bauarbeiter ihr Leben verloren. So werden in jedem Schuljahr Evakuierungsübungen durchgeführt, damit Fluchtwege und Stellplatz jedem Schüler bekannt sind.

In den Klassenräumen übten sich die Mädchen und Jungen in den wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die stabile Seitenlage, Wiederbelebung, Herzdruckmassage, Notrufabsetzung und anderes mehr stand diesmal auf dem Stundenplan. Auf dem Schulhof hatte das Technische Hilfswerk eine Beleuchtungseinrichtung aufgestellt und gab einen Einblick in ihre Arbeit. In enger Zusammenarbeit, so wie es in der Praxis bei Unfällen alltäglich ist, demonstrierten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Goldberg die Rettung einer eingeklemmten Person. Eric aus der Klasse 9c hatte sich als „Verletzter“ zur Verfügung gestellt und musste mit schwerer Technik aus dem Fahrzeug befreit werden. Mit Hilfe von Schere und Spreizer wurden erst die Tür des Autos und dann das Dach abgetrennt. Dann konnten die Rettungsassistenten den Fahrer aus dem Wrack heben und in den Rettungstransportwagen bringen, um ihn dort medizinisch zu versorgen. Auch wenn alles sehr langsam für die Schüler aussah, so konnten sie sich von den fachlichen Qualifikationen der Einsatzkräfte überzeugen. Doch vor Eile geht die Sicherheit. Die Schüler wünschten sich alle, niemals in eine derartige Situation zu kommen.

Ebenfalls interessant war die Vorführung der Diensthundeführer der Polizei. Gehorsam und Wachsamkeit waren das eine, die Fähigkeit, Spuren zu finden das andere. Die Mädchen und Jungen staunten nicht schlecht, mit welcher Spürnase die Vierbeiner Geruchsproben erkannten.

Insgesamt ein abwechslungsreicher und informativer Schultag, der in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung und der Polizeiinspektion Parchim vorbereitet wurde. Ein Dank geht an alle Beteiligten sowie an das Opelhaus Schmidt, welches das Schrottauto für die Demonstration zur Verfügung stellte.
Michael-Günther Bölsche

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